Freitag, 11. Oktober 2019

Schöne Etappe nach Merida


Radtour Sevilla-Lissabon
4. Etappe: Zafra - Merida = 95 km

Nach einer kurzen Fahrt durch Zafra ging es auf die Schnellstrasse. Am Morgen hatte es hier aber kein Verkehr und so kam ich relativ zügig voran. Via Fuente del Maestre ging es mit leichtem Gegenwind bis nach Villafranca de los Barros. Hier machte ich eine kurze Kaffepause und schaute dem emsigen Treiben im Dorf zu. Meine Strecke führte nochmals über lange Geraden meistens durch Plantagen von Olivenbäumen. Ansonsten waren Schafe auf der Weide… aber viel zu fressen fanden sie wohl bei diesem ausgetrockneten Boden nicht. Nach Palomas wurde die Strecke abwechslungsreicher, führte meine Etappe doch dem Stausee “Emblase de Alange” entlang. Auch der Stausee hatte nicht so viel Wasser, doch immerhin war er nicht ganz ausgetrocknet. In Alange machte ich in einem schönen Restaurant mit Sicht auf den See meine Mittagspause. Hier war es richtig schön. Im Sommer ist wohl hier einiges los und auf dem See wird wohl auch Wassersport betrieben.

Nun war es nicht mehr allzuweit bis zu meinem Etappenort Merida. Fast flach ging es bis zu den Toren der Stadt. Auf der rechten Seite begleitete mich der Fluss “Guadiana”. Noch ging es über die lange Brücke und bereits war ich mitten in Merida. Heute war eine wirklich sehr schöne Etappe. Und zum ersten Mal war es nicht mehr so heiss, da es einige Wolken am Himmel hatte. Heute war Radfahren richtig angenehmen!














Donnerstag, 10. Oktober 2019

Abstecher nach Zafra


Radtour Sevilla-Lissabon
3. Etappe: Azuaga - Zafra = 108 km

Nach der gestrigen Planänderung ging es heute auf einer anderen Route als ursprünglich geplant weiter. Von Azuaga aus wollte ich einen Abstecher nach Zafra machen. Das Hotel habe ich bereits gestern Abend gebucht. Die Route wurde auf der Karte angeschaut. Bei noch angenehm kühlem Wetter konnte ich am Vormittag mich auf den Weg machen. Auf den verkehrsfreien Strasen mit gutem Belag kam ich gut voran und es rollte richtig schön. Heute waren keine grossen Berge auf dem Etappenplan. Dafür gab es viele lange Geraden. Mit Rückenwind super. Mit Gegenwind dann schon etwas weniger schön.

Heute hatte ich etwas mehr Flüssigkeit dabei. Dies war auch notwendig, wurde es am Nachmittag doch nochmals 34 Grad und mehr. Die Landschaft hier ist sehr karg und sie wären wohl froh um ein paar Tropfen Regen. In Llera entschied ich mich noch eine Zusatzschlaufe nach Hornachos zu machen. Hornachos ist ein Dorf unterhalb eines Berges und ist schon von weitem Sichtbar. Hier hatte es sogar einen Supermarkt und ich konnte mit mit neuen Getränken und auch etwas zu Essen versorgen.

Der Weg nach Zafra zog sich nun noch gewaltig in die Länge. Es ging ständig leicht auf und ab und der Wind war auch meistens von vorne. Doch noch fast schlimmer waren die heissen Temperaturen. Auf 30 Kilometer brauchte ich so 1,5 Liter zu trinken. In Los Santos de Maimona, kurz vor Zafra machte ich nochmal seine Pause um mich zu stärken. Wie gut doch eine kalte Cola tut….

Nun war es nicht mehr weit und Zafra wurde erreicht. Eine sehr schöne kleine Stadt mit Fussgängerzone und vielen Bars und Restaurants. Der Abstecher nach Zafra hat sich auf alle Fälle gelohnt.











Mittwoch, 9. Oktober 2019

Und es kam anders als geplant….


Radtour Sevilla-Lissabon
2. Etappe: Cazalla de la Sierra - Azuaga = 95 km

Der heutige Tag lief nicht ganz so wie geplant. Doch alles der Reihe nach. Ich wollte früh starten, da es wiederum bis 34 Grad werden sollte. Doch um acht Uhr war es im Hotel noch dunkel, obschon für diese Zeit das Frühstück abgemacht war. Um 9 Uhr gab es dann doch noch was. Zusammen mit einem Holländer-Ehepaar konnte ich mich noch für die schwere Etappe stärken. Spätestens als eine grosse Ratte aus der Küche quer durch das Restaurant springte war es dann doch Zeit für den Aufbruch.
Die heutige Etappe war mit 130 geplanten Kilometer und zahlreichen Höhenmeter ziemlich lang. Es stellte sich schlussendlich heraus, dass die Etappe zu lang war. Zuerst ging es auf einer grossen Strasen ohne Verkehr 15 Kilometer bis nach Alanis. Dies sollte für längere Zeit die letzte Ortschaft sein. Heute ging es auf einer herrlichen kleinen Strasse total ohne Autos durch den Nationalpark Sierra Norte. Es war ein stetes auf und ab. Tolle Landschaft und immer wieder kreuzten Rehe die Strasse. In den Steigungen wurde es schon sehr heiss. Je länger die Fahrt wurde, desto schlechter wurde die Strasse. Am Schluss waren es mehr Löcher als Asphalt… So war ich nach anstrengenden 65 Kilometer froh, als ich ihn Argallon meine Trinkflaschen auffüllen konnte und ich mit gleich mit drei Colas abkühlen konnte. Die Hitze war fast unerträglich…. Zu heiss…

Noch waren etliche Kilometer vor mir. In der nächsten Ortschaft bog ich auf eine Naturstrasse ab. Dies wollte wohl eine Abkürzung sein… Der Aufstieg war fast nicht mehr fahrbar. Die Abfahrt dann eine grobe Rüttelpiste. Und hier passierte es. Mein Navi folgt bei einem Schlagloch mit hohem Bogen trotz Sicherung quer über den Weg… Und das Display war futsch! Schade… ab sofort heisst es nun Navigation mit der Karte.

Ich kam nur schleppend voran. Die Hitze machte mir zu schaffen. So entschloss ich mich spontan meinen Zielort für heute zu ändern. Ich stornierte meine Unterkunft übers Smartphone und buchte in Azuaga eine neue. Eine Stunde später hatte ich es geschafft. Nun bin ich in Azuaga. Der Ort ist grösser als ich vermutet habe. Ich war froh meine Etappe hier nach 95 beschwerlichen Kilometer zu beenden. Morgen geht es weiter. Nicht ganz nach Plan und ohne Navi!













Dienstag, 8. Oktober 2019

Von Sevilla in den Nationalpark Sierra Norte



Radtour Sevilla-Lissabon
1. Etappe: Sevilla - Cazalla de la Sierra = 80 km

Heute stand meine erste Etappe der Radtour von Sevilla nach Lissabon auf dem Programm. Zuerst ging es auf Radwegen aus der Stadt. Dies ging ohne Verkehr und man kam trotz etlichen Lichtsignalen gut voran. Nach Sevilla ging es auf eine Strasse in Richtung Hinterland. Hier herrschte noch etwas Verkehr, doch war es nicht weiter tragisch. Die Sonne schien und die Temperaturen kletterten bis auf 34 Grad… Bei solchen Temperaturen kommt man schön ins Schwitzen, vor allem wenn es noch bergauf geht.

In Cantillana machte ich noch eine Kaffepause. Auf meiner Etappe heute kommt nicht mancher Ort und daher wollte ich doch rechtzeitig noch eine kurze Pause machen. In Catillana hingen überall Fahnen (siehe Foto). Von nun an nahm der Verkehr stark ab, dafür stiegen die Temperaturen und die Strassen. Es folgte ein stetes auf und ab. Die Steigung waren doch mit dem Gepäck ziemlich anstrengend, ist man es jeweils zu Beginn noch nicht so gewohnt. Kur vor El Pedroso kam zum Glück eine Tankstelle. Meine beiden Trinkflaschen waren leer und so konnte ich meine Vorräte wieder etwas auffüllen. Bis zum heutigen Etappenziel Cazalla de la Sierra ging es noch noch etliche Male berghoch. Steigungen bis 7 % waren war gut zu bewältigen, doch die Hitze setzte schon etwas zu. Auf alle Fälle war ich heute froh nach 80 Kilometer und fast 1’000 Höhenmester mein Etappenziel erreicht zu haben.
Cazalla de la Sierra ist ein Ort im Nationalpark “Sierra Norte”. Das Dorf mit seinen weissen Häusern ist doch ziemlich verschlafen. Es hat zwar einen Supermarkt und ein paar Bars. Doch sonst ist hier nicht viel los. Gut also sich etwas zu erholen und auf die nächsten Etappen vorzubereiten.



















Montag, 7. Oktober 2019

Sevilla - Zurück im Sommer


Die Anreise nach Sevilla verlief ohne Probleme. Gestern Abend um 21.00 Uhr war ich in meinem Hotel mitten in der Altstadt von Sevilla. Bevor ich meine Radtour von Sevilla nach Lissabon starte bliebt mir aber noch ein Tag um Sevilla zu erkunden. Bereits im Jahr 2016 war ich auf meiner Radtour von Malaga nach Faro zwei Tage in der Stadt. In diesem Jahr ist nun das Wetter viel schöner. Mit Temperaturen um die 30 Grad bin ich in den Sommer zurückgekehrt.

Die Stadt bietet viel. So ging es heute Vormittag los um nochmals ein paar Erkundungen zu machen. Natürlich dürfen ein paar Highlights von Sevilla nicht fehlen. So zum Beispiel der "Plaza de Espana" oder "Real Alcazar de Sevilla". Zudem machte ich für 5 Euro noch ein stündige Schifffahrt im "Canal Alfonso". So gab es noch einen etwas anderen Blick auf die Stadt. Viele Touristen waren unterwegs und so war doch an diesem Tag einiges los.

Ein super Start in meine Ferien. Nun freue ich mich morgen zu meiner ersten Etappe zu starten. Das Wetter scheint die ganze Woche super zu sein. So steht einer erfolgreichen Tour also nichts im Wege.