Montag, 19. Oktober 2026

Spektakuläre Küstenblicke


Vuelta Granada - Almeria
#11 Carboneras - Agulias = 63 km

Das Wetter war heute deutlich besser als ursprünlich vorausgesagt. So ging es bereits etwas früher los. Die Sonne schien und die schwarzen Wolken waren noch weit im Hintergrund. Bereits kurz nach dem Start folgten die ersten Steigung der Küste entlang. Immer wieder hatte man einen spektakulären Blick auf das Meer, die Berge und die vielen kleinen Buchten. Ein wirklich toller Streckenteil meiner Tour.

Ab Mojacar (hier bieten verschiedene Veranstalter auch Radferien an) veränderte sich die Landschaft. Die Berge wurden flacher und immer wieder gab es grüne Oasen inmitten der trockenen Landschaft. Nun habe ich Andalusien wieder verlassen und bin wieder in der Provinz Murcia.

Trocken habe ich meinen heutigen Etappenort Aguilas erreicht. Der Regen (zum Glück nicht so wie in anderen Regionen Spaniens) kam erst am Abend. So hatte ich doch heute nochmals einen tollen Velotag..

Águilas ist eine charmante Küstenstadt im Süden der Region Murcia, geprägt von türkisblauem Meer, felsigen Buchten und langen Sandstränden. Hoch über der Stadt thront das Castillo de San Juan de las Águilas, von dem du einen herrlichen Blick über den Hafen und die Küste hast. Die Stadt blickt auf eine lange Fischerei- und Handelsgeschichte zurück und ist bekannt für ihr mildes Klima und ihren lebhaften Karneval.














Sonntag, 18. Oktober 2026

Küste, Wüste und Natur


Vuelta Granada - Almeria
#10 Almeria - Carboneras = 71 km

Der Wetterbericht für heute war sehr schlecht. So erfreute ich mich beim Start sogar über etwas Sonne. Auf der Promenade von Almeria waren bereits viele Spaziergänger und Jogger unterwegs. Auf einem Radweg ging es Richtung Norden. Der erste Teil war flach und so kam ich gut voran. Dann folgte ein Stück mit Naturstrasse und später dann Sand… Da war eine Weiterfahrt nicht möglich und ich ging zurück auf die normale Strasse.

Nun folgten wieder Gemüsefelder an Gemüsefeld. Aber nicht mehr ganz so dicht wie südlich von Almeria. Die Wolken wurden immer dunkler und in der Ferne hörte man bereits die ersten Donnergeräusche. Beim letzen Anstieg des Tages ware es dann soweit. Es begann zu regnen. Also habe ich es heute nicht trocken ins Ziel geschafft. Zum Glück waren aber nur noch 8 Kilometer zu fahren. So kam ich schlussendlich doch etwas nass an meinem Zielort in Carboneras an. Später gegen Abend hörte es dann wieder auf mit Regnen und ich hatte noch die Gelegenheit diesen Ort etwas zu erkunden.

Carboneras liegt an der Mittelmeerküste der Provinz Almería in Andalusien und ist bekannt für seine schönen Strände, das trockene, fast wüstenartige Landschaftsbild und seine Nähe zum Naturpark Cabo de Gata-Níjar. Ein wichtiges historisches Wahrzeichen ist das Castillo de San Andrés, eine Festung aus dem 16. Jahrhundert, die zum Schutz vor Piratenangriffen errichtet wurde. Früher lebte der Ort vor allem von Fischerei und Landwirtschaft; heute spielen neben dem Hafen und der Industrie auch der Tourismus und die berühmte Playa de los Muertos eine wichtige Rolle.














Samstag, 17. Oktober 2026

Noch vor dem Gewitter in Almeria


Vuelta Granada - Almeria
#09 El Ejido - Almeria = 41 km

Heute war eine kurze Etappe… Zum Glück. Den der Wetterbericht kündigte für den Nachmittag Gewitter und Starkregen an. So ging es nach einem Kaffee los. Im ersten Teil ging es wiederum auf einem Radweg quer durch die Gemüsefelder. Überall Plastigewächshäuser - es sah fast ein wenig aus wie wenn man durch die Slums fahren würde.

Im zweiten Teil folgte dann nochmals ein kurzer Abschnitt einer tollen Küstenstrasse. Die Tunnels konnten immer auf einer kleinen Strasse umfahren werden und der Blick aufs Meer war fantastisch. Kurz nach dem ich in Almeria angekommen bin begann es zu Regnen. Ich hatte also nochmals Glück.

Unterwegs traf ich noch einen jüngeren Engländer, welcher mit seinem alten Cannondale-Rennrad und zwei Taschen bis nach Casablanca fahren wollte. Er hatte wohl nicht soviel Glück und ist fast sicher nass geworden.

Zudem bekam ich von den Behörden zwei Alert-Warnungen wegen Starkregen. Almeria selber wurde verschont. Aber gerade das Gebiet wo ich vor ein paar Stunden noch durchgefahen bin wurde arg getroffen. Hoffen wir das es morgen wieder trocken ist. Der Wetterbericht sieht noch nicht so gut aus.

Almería ist eine Hafenstadt im Südosten Spaniens an der Mittelmeerküste und bekannt für ihr sonniges, trockenes Klima sowie ihre lange Geschichte, die stark von den Mauren geprägt wurde. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Alcazaba, eine imposante maurische Festungsanlage, von der aus man einen schönen Blick über die Stadt und den Hafen hat. Sehenswert sind außerdem die historische Altstadt mit ihrer wehrhaften Kathedrale, die lebhaften Tapas-Bars und die Strände der Umgebung.











Freitag, 16. Oktober 2026

Meer, Berge und ein richtiger Gemüsegarten


Vuelta Granada - Almeria
#08 Motril - El Ejido = 80 km

Heute wurde es nochmals richtig warm und ich kam gehörig ins schwitzen. Nun bin ich an der Küste. Heute ging es in einem Auf und Ab Richtung Norden. Zuerst auf einer tollen Küstenstrasse (zwar eine grosse Strasse, aber fast kein Verkehr). Dumm nur wenn die Strasse infolge einer Baustelle gesperrt ist. Dank Google-Maps fand ich einen Feldweg, der etwas oberhalb, dafür relativ Steil durch die Berge führte. So war mein Umweg doch nicht so gross.

Im zweien Teil kam ich dann langsam ins Gebiet wo Gemüse und Früchte angebaut werden. Die ganze Gegend ist von Plastik übersäht (alles Treibhäuser). Sieht von weitem fast wie Schnee aus. So erreichte ich nach 80 km und fast 1’000 Höhenmeter meinen Zielort El Ejido. Dieser ist wiederum grösser als erwartet, aber doch ziemlich speziell. Hier hat es sehr viele schwarze Leute, Wohl alles Arbeiter in der Landwirtschaft.

Heute bin ich einen in landwirtschaftlich interessantesten Küstenstrecken Südspaniens entlanggefahren. Zwischen Motril und El Ejido verändert sich die Landschaft deutlich: von tropisch anmutenden Obstplantagen an der Costa Tropical bis zu den gewaltigen weißen Gewächshausflächen der Provinz Almería.

El Ejido liegt in der Provinz Almería in Andalusien, unweit der Mittelmeerküste. Die Stadt ist vor allem für ihre riesigen Gewächshausflächen bekannt: Paprika, Tomaten, Gurken und Zucchini werden hier in großem Umfang für ganz Europa produziert. Dadurch hat sich El Ejido von einer eher landwirtschaftlich geprägten Gegend zu einem wichtigen Zentrum der intensiven Landwirtschaft und des Gemüseexports entwickelt.

Die vielen Schwarzen Menschen hängen mit der internationalen Arbeitsmigration zusammen: Für die Landwirtschaft werden zahlreiche Arbeitskräfte aus dem Ausland beschäftigt, unter anderem aus afrikanischen Ländern. Laut den andalusischen Statistikdaten lebten 2025 rund 90.600 Menschen in der Gemeinde; etwa 29.100 hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit, davon stammten rund 63 % aus Marokko.














Donnerstag, 15. Oktober 2026

Über die Berge Richtung Küste


Vuelta Granada - Almeria
#07 Granada - Motril = 66 km

Nach dem Frühstück (natürlich Churros) ging es bei herrlichem Wetter in Granada los. Bald war die schöne Stadt hinter mir und die Berge kamen immer näher. Es ging heute nicht in die Sierre Nevada, sondern über ein paar Berge Richung Küste. Meine Route führte heute über normale Strassen, welche aber sehr wenig Verkehr hatten. Sechs Steigungen waren zu absolvieren. Es war also ein auf und ab. Es ging aber mehr runter als rauf.

Auf dem letzten Berg sah man das erste Mal die das Meer und die Küste. Ein toller Ausblick. Noch eine schöne Abfahrt und bereits habe ich meinen Zielort Motril erreicht. Motril liegt selber noch nicht ganz am Meer. Das folgt dann auf der nächste Etappe.

Motril ist eine Küstenstadt mit rund 60.000 Einwohnern an der Costa Tropical in der Provinz Granada, direkt am Mittelmeer. Die Stadt ist bekannt für ihr mildes Klima, ihre Strände und den Anbau subtropischer Früchte wie Mangos, Avocados und Cherimoyas. Historisch spielte die Zuckerrohrindustrie eine wichtige Rolle. Heute prägen der Hafen, die Landwirtschaft und der Tourismus das Stadtbild.