Dienstag, 13. Oktober 2026

Über die Berge nach Granada


Vuelta Granada - Almeria
#06 Guadix - Granada = 56 km

Mein Fahrrad bekam heute Vormittag eine neue Speiche am Hinterrad. Während ich auf die Reperatur wartete hatte ich also doch noch Gelegenheit die Stadt Guadix zu besichtigen. Speziell sind ja die Höhlenwohnungen im oberen Teil der Stadt. Hier ragt jeweils nur ein Kamin aus dem Boden. Wirklich spannend.

Etwas später als normal ging es nun auf meine sechste Etappe. Tagesziel war heute die Stadt Granada. Doch zuvor galt es noch rund 750 Höhenmeter und die Berge zu bezwingen. Im Gegensatz zu gestern hatte ich heute eine tolle Strasse ohne Verkehr und kein Schotter. Die Anstiege waren moderat und auch mit Gepäck waren sie gut zu fahren. Der höchste Punkt der Tour war auf rund 1’300 Meter über Meer. Der Stausee von Quéntar hat fast kein Wasser. Auch in dieser Gegend ist es sehr trocken.

Mit einer rasanten Abfahrt ging es heute ziemlich leicht bis ins Ziel nach Granada. Eine landschaftlich sehr schöne Etappe. Schon bald war ich in der Stadt und ohne gross Verkehr konnte ich bis zu meiner Unterkunft fahren. Granada ist nun wieder deutlich grösser und es hat viele Touristen in der Stadt. Also wieder was ganz anderes als noch die letzten Tag.

Morgen mache ich in Granada einen Ruhetag und werde mir die Stadt etwas genauer anschauen. Vor vielen Jahren war ich bereits einmal kurz hier.

















Montag, 12. Oktober 2026

Schotterparty am Nationalfeiertag


Vuelta Granada - Almeria
#05 Olula del Rio - Guadix = 112 km

Heute war der spanische Nationalfeiertag. Somit waren alle Geschäfte geschlossen. Ich fand noch einen kleinen Laden der geöffnet hatte, um mich mit Getränken für die heutige Etappe eindecken. Das Wetter war wieder super und so konnte es losgehen auf diese doch lange Etappe.

Und es wurde lang, hart und dauerte lange bis ich mein Ziel in Guadix erreichte. Zuerst ging es auf der Via Verde weiter. Immer ein wenig berghoch. So ging es die ersten 30 Kilometer. Später dann ein wenig runter, dafür wurde die Piste immer rauer. Dann folgte noch ein ziemliches Abenteuer. Es musste eine alte Eisenbahnbrücke über eine kleine Schlucht überquert werden. Die Brücke bestand aus Geleisen und ein Bahnschwellen. Also nicht ganz einfach hier mit Velo und Sack und Pack darüber zu kommen. In Baza machte ich eine kurze Pause, bevor es nochmals so richtig den Berg hochging. Heute hatte ich über 1’400 Höhenmeter. Dies mit Gepäck ist doch ein ziemlich hartes Stück Arbeit.

Der zeite Teil folgte meistens den Service-Strassen links oder rechts der Autobahn. Und auch hier wieder alles Schotter. Oft wäre man mit dem Bike besser vorangekommen als mit dem Touenvelo. So kam ich nur langsam voran und ich brauchte doch für den heutigen Tag ziemlich lange. Und am Schluss habe ich mich noch verfahren. Weder Komoot noch Garmin fanden den richtigen Weg. Schlussendlich musste ich mit Google-Maps navigieren und machte doch noch einen grösseren Umweg. Schlussendlich bin ich aber nach über 7 Stunden doch noch Guadix angekommen. Leider blieb etwas zu wenig Zeit übrig um die Stadt noch etwas genauer zu erkunden.

Guadix (18’900 Einwohner) liegt in der Provinz Granada in Andalusien und ist vor allem für seine außergewöhnlichen Höhlenwohnungen bekannt, die in die weichen Lehm- und Tuffhügel gegraben wurden. Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Römerzeit reicht, und beeindruckt mit ihrer Kathedrale sowie der maurisch geprägten Altstadt. Für dich als Radreisenden ist Guadix außerdem ein spannender Zwischenstopp am Rand der Sierra Nevada, umgeben von einer eindrucksvollen, fast wüstenartigen Landschaft.
















Einsame Gegend und Planänderung


Vuelta Granada - Almeria
#04 Lorca - Macael / Olula del Rio = 80 km

Heute wurde es warm und unterwegs ziemlich einsam. Das Termometer stieg am Nachmittag auf 27 Grad. Beim Start war es noch 19 Grad, als es in Lorca über die Hauptstrasse los ging. Es war Sonntag und nicht viel Verkehr auf den Strassen. Es rollte gut und ich kam schnell voran. Bei Kilometer 30 kam dann die erste Via Verde. Das ehemalige Bahntrasse war als Schotterpiste nun ein Radweg. Sehr schön zu fahren, aber Radfahrer waren (fast) keine unterwegs. Bei Kilometer 37 kam ich zum ehemaligen Bahnhof von Huércal-Overa, welchr jetzt ein Restaurant ist. Eine kleine Stärkung durfte sein.

Nun folgte ein sehr wilder Abschnitt meiner Tour. Auf einem Naturweg ging es fast wie in einem Bachbett durch ein kleines Tal. War gar nicht einfach zu fahren, da der Boden sehr sandig war. Später folgte dann nochmals eine zweite Via Verde. Die Gegend ist sehr einsam. Fast keine Dörfer, wenig Leute und schon gar keine Radfahrer. Die Via Verde führte über Brücken und durch kleine Tunnel. Landschaftlich war es sehr schön zu fahren.

Zum Abschluss folgte noch der Schlussaufstieg nach Macael, meinem ursprünglichen Tagesziel. Die zwei Kilometer und 150 Höhenmeter waren schnell bezwungen. Das Dorf war aber fast völlig ausgestorben und auch mein gebuchtes Hotel sah doch eher “schäbig” aus. Kurz entschlossen buchte ich um und fuhr zu meiner neuen Unterkunft in Olula del Rio, welches gleich unten an der Steigung lag. Hier fand ein ich ein super Hotel und konnte so einen gemütlichen Abend in diesem Dorf verbringen. Morgen geht es nun in die Berge.
















Samstag, 10. Oktober 2026

Mit einem Speichenbruch nach Lorca


Vuelta Granada - Almeria
#03 Murcia - Lorca = 75 km

Direkt vor meinem Hotel startete ich auf einem Radweg raus aus der Stadt. Durch Vororte und das Industriegebiet war schnell und ohne Probleme aus der Stadt. Bald folgten die trockenen Felder und Plantagen. Und dann ohne einen Grund einen Speichenbruch am Hinterrad. Das Rad dreht noch einigermassen Rund. Einen Mech gab es heute keinen und am Sonntag sind ja alle Geschäfte geschlossen. So muss also mein Rad noch bis Montag durchhalten….

Der zweite Teil der Etappe war dann wirklich schön zu fahren. Nach Alhama de Murcia ging es in die sanften Hügel und meine geplante Strecke führte alles einem Kanal entlang. Zum Teil über Brücken und immer eine tolle Sicht auf das Berge und das Flachland.

Der genaue Name des Abschnitts zwischen Alhama und Lorca lautet Canal Principal de la Margen Derecha del Postrasvase Tajo-Segura, also Hauptkanal des rechten Seitenarms der Wasserüberleitung. Er ist dort rund 41 Kilometer lang. Der Kanal dient wahrscheinlich dazu, Wasser aus dem regionalen Bewässerungssystem zu landwirtschaftlichen Flächen zu transportieren.

Mein Tagesziel heute war Lorca. Die Stadt ist deutlich grösser als angenommen. Keine Touristenstadt und der erste Eindruck war etwas gemischt. Doch die Stadt war am Abend sehr lebendig und die Altstadt ist gar nicht so übel.

Lorca (98.969 Einwohner) ist eine historische Stadt in der Region Murcia im Südosten Spaniens, die wegen ihrer zahlreichen historischen Bauwerke auch „Stadt der Sonne“ (Ciudad del Sol) genannt wird. Hoch über der Stadt thront die mittelalterliche Burg Castillo de Lorca, während die Altstadt mit ihren barocken Kirchen, Palästen und dem Rathaus von der reichen Geschichte der Stadt zeugt. Besonders berühmt ist Lorca für ihre eindrucksvollen Osterprozessionen (Semana Santa), bei denen kunstvolle Gewänder, Pferde und prachtvolle Festwagen durch die Straßen ziehen.