Freitag, 5. Oktober 2018
Entlang dem Canal Imperial de Aragon
Mit Banderas Reales gehört nun ein Höhepunkt meiner Radtour "Ebro" der Vergangenheit an. Nun bin ich bereits in Saragossa und habe rund 500 km zurückgelegt. Doch bevor ich die grösste Stadt auf meiner Reise (rund 680'000 Einwohner) musste ich noch eine anstrengende Etappe zurücklegen.
Heute war es zwar fast nur flach, doch der Wind blies heute von vorne. Zudem waren etwas 80 % der Strecke auf einer Schotterpiste. Kurz nachdem ich Tudela hinter mir gelassen habe bog ich ab zum Canal Imperial de Aragon. Meistens fuhr ich auf der linken Seite und es ging fast immer dem Wasser entlang. Der Canal Imperial de Aragon ist ca. 100 km lang. Er nimmt das Wasser vom Ebro und ist für die Bewässerung der Felder in der Provinz Navarra und Aragonien verantwortlich.
So ging es auf dieser Schotterpiste (war gut fahrbar) immer in Richtung Saragossa. Somit war fast der Ganze tag wieder verkehrsfrei und so macht Radfahren einfach Spass. Kurz vor Saragossa ging es wieder auf einen Veloweg. Zwar etwas viele Kreuzungen und Ampeln, doch konnte ich so ohne auf der Strasse zu fahren bis ins Stadtzentrum rein. Morgen ist nun mein verdienter Ruhetag hier in Saragossa.
6. Etappe: Tudela - Saragossa = 99 km
Donnerstag, 4. Oktober 2018
Besuch von Bardenas Reales
So machte ich mich heute von Tudela auf in diesen Naturpark. Die Anfahrt war mit 15 Kilometer nicht sehr weit. Schnell war ich beim Besucherzentrum und habe mir dort noch eine Karte und die nötigen Informationen geholt. Und dann ging es los. Bald folgte eine Schotterstrasse und so ging es auf der gesamten Runde durch den Naturpark Bardenas Reales. Man durfte die markierten Wege nicht verlassen und so konnte ich einen 34 km Runde im Park absolvieren.
Es war wirklich sehr eindrücklich. Aber am besten lassen wir einfach die Bilder sprechen. Nach dem Besuch von Bardenas Reales ging es wieder zurück nach Tudela. Es war ein toller Tag und der Besuch von Bardenas Reales hat sich auf alle Fälle gelohnt.
5. Etappe: Tudela - Bardenas Reales - Tudela = 75 km
5. Etappe: Tudela - Bardenas Reales - Tudela = 75 km
Mittwoch, 3. Oktober 2018
Flachetappe nach Tudela
Das Wetter war heute wieder bestens und auch die Temperaturen sind gestiegen. Am Morgen zwar noch angenehm frisch, doch tagsüber stieg das Termometer bis auf 30 Grad. Die heutige Etappe war eine Flachetappe und mit Rückenwind kam man entsprechend gut voran. Heute ging es durch das Tal des Ebro. Ausserhalb von Logrono hatte es wieder viel Industrie, doch das Verkehrsaufkommen hielt sich sehr in grenzen. Ab und zu war der Ebro neben mir oder in Sichtweite, doch oft sah man den Fluss gar nicht. Zuerst ging es auf einer grossen Strasse mit perfektem Belag voran. Mit dem Rückenweind hatte man hier ein super Tempo und kam zügig voran. Dazwischen gab es aber auch ein paar Stücke auf einem Feldweg. Da diese Wege doch recht grob sind ging es deutlich langsamer voran.
Heute war es doch ziemlich einsam unterwegs. Nur selten wurde ein Dorf durchfahren. Und wenn, war es meistens ausgestorben. So dauerte es bis zu Kilometer 80 bis ich doch noch zu einem Getränk und einem Sandwich kam. Auch heute konnte ich fast die gesamte Etappe ohne Verkehr fahren. Nun bin ich in der Provinz Navarra. Tudela, mein heutiger Etappenort ist südlich in dieser Provinz und liegt direkt am Ebro. Tudela hat ca. 35'000 Einwohner und in der Stadt ist ein reger Betrieb. So konnte ich den Abend noch gemüthlich auf dem grossen Platz verbringen und mich von den heutigen Strapazen erholen.
4. Etappe: Logrono - Tudela = 112 km
Dienstag, 2. Oktober 2018
Tolle Etappe nach Logrono
Vitora-Gasteiz ist wirklich eine velofreundliche Stadt. Keinen Meter musste ich heute auf einer befahrenen Strasse fahren. Ein Veloweg führte mich raus aus der Stadt und so konnte ich die ersten 5 Kilomter völlig verkehrsfrei fahren. Wirklich toll! Die heutige Etappe war ein stetes auf und ab und so war die Fahrt sehr abwechslungsreich. Am morgen war es noch recht kühl, doch die Sonne schien und je länger der Tag dauerte umso wärmer wurde es. Auf dem Weg von Vitoria-Gasteiz nach Logrono musste ich den Hügelzug "Obarenes-Sierra de Cantabria" überqueren. Auf einer schmalen und total verkehrsfreien Strasse und mit einer tollen Aussicht konnte ich diesen Berg bezwingen. Die rasante Abfahrt führte mich dann in Richtung Ebro.
In San Vicente de la Sonsierra machte ich einen Kaffeepause und anschliessend wurde die Burg besichtigt. Von hier hatte man eine tolle Aussicht auf das Weinanbaugebiet. Von hier an war ich auch zum ersten Mal am Fluss Ebro, welcher mich nun die nächsten Tage begleiten wird.
Der letzte Teil der heutigen Etappe war sehr schön zu fahren. Auf kleinen Strassen ging es immer auf und ab durch die Rebberge. Die Leute sind an der Ernte der Trauben und man fährt immer wieder an Weinfabriken vorbei. Dieser Teil war echt super und so hätte es noch lange weitergehen können. Erst kurz vor Logrono wurde der Verkehr wieder etwas dichter, aber schon bald war die Stadt erreicht. In Logrono war ich vor Jahren schon mal, als wir mit dem Velo den Jakobsweg gefahren sind. Damals haben wir hier aber nur eine kurze Mittagspause gemacht. So konnte ich bei bestem Wetter Logrono noch etwas besichtigen und mich an der tollen Stadt erfreuen. Heute war wirklich ein super Tag!
3. Etappe: Vitoria-Gasteiz - Logrono = 85 km
Montag, 1. Oktober 2018
In die Hauptstadt der Basken
Heute führte mich die Etappe in die Hauptstadt der Basken - Vitoria-Gasteiz. Doch zuerst wurde heute morgen bei deutlich kühlerem Wetter und stark bewölktem Himmel in Durango gestartet. Ein Veloweg führte aus der kleinen Stadt. Ich wollte heute nicht die Hauptstrasse nehmen und fuhr den Natipnalpark Atxarte. Hier folgen auch gleich die ersten Off-Road-Kilometer. Und diese hatten es in sich. Es ging ziemlich steil berghoch durch einen Wald und ich musste den kleinsten Gang einlegen, damit ich noch fahren konnte. Zum Glück aber konnte man den Weg doch einigermassen fahren. Nach einem Flachstück kam ich dann wieder auf die Hauptstrasse und nach ca. 1 Kilometer war der höchste Punkt des Tages, der Pass Urkiola (700 m) erreicht. Somit war das Haupthinderniss des Tage bezwungen.
Auf einer schönen Strasse ging es nun in rasantem Temp Richtung Vitoria. Es folgten verschiedene Stauseen und die Fahrt war sehr abwechslungsreich. Und auch die Sonne zeigte sich wieder und so blieb ich den ganzen Tag trocken. Die letzten 12 Kilometer konnte ich dann wieder auf einem Radweg absolvieren, welcher direkt in die Stadt von Vitoria-Gasteiz führte. Wirklich toll solche Weg und oft sogar besser als bei uns in der Schweiz.
Wie bereits erwähnt ist Vitoria-Gasteiz die Hauptstadt des Baskenlandes. Sie hat rund 246'000 Einwohner. Davon merkt man nicht sehr viel, wenn man mit dem Velo ins Zentrum fährt. Vitoria ist eine sehr schöne Stadt und es gibt viel zu schauen. Sie ist zudem sehr velofreundlich und man sieht viele Leute dich sich mit dem Velo fortbewegen. So ging auch dieser Tag ziemlich schnell zu Ende. Morgen werde ich auf meiner Tour zum ersten Mal den Fluss Ebro sehen. Er wird mich dann bis fast zum Ende der Tour begleiten.
2. Etappe: Durango - Vitoria-Gasteiz = 54 km
2. Etappe: Durango - Vitoria-Gasteiz = 54 km
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