Dienstag, 15. Oktober 2019

Abwechslungsreiche Fahrt in Richtung Lissabon


Radtour Sevilla-Lissabon
7. Etappe: Sousel - Coruche = 107 km

Heute schien wieder die Sonne und ich konnte bei besten Bedingungen zu meiner Etappe nach Coruche starten. Ich habe meine Route noch etwas angepasst und da das Wetter so schön war bereits am Anfang einen Abstecher nach Avis gemacht. Die Strecke war sehr schön und abwechslungsreich zu fahren. Und es hatte absolut kein Verkehr. In Avis gönnte ich mir einen Kaffee, bevor ich mich weiter auf den Weg in Richtung Lissabon machte. Wie ich auf der Karte vermutete war ein Abschnitt eine Naturstrasse. Oder besser gesagt eine Sandpiste. Aber trotz Regen vom Vortag konnte man hier gut fahren.

Nun war ich ziemlich in der Wildnis und weit und bereit war weder ein Auto oder sonst noch eine Person in der Nàhe. Und auch andere Radfahrer sah man heute trotz toller Landschaft und guten Strassen keine. Nach dem Abstecher über die Sandpiste erreichte ich die Ortschaft Mora. Hier machte ich meine Mittagspause und stärkte mich mit einem feinen portugisischem Mittagessen.

Der letzte Teil der Strecke war zuerst auf einer etwas grösseren Strasse, wo ab und zu ein Lastwagen kam. Daher war ich froh, nach etwa 10 Kilometer wieder auf eine kleinere Strasse abzubiegen. Zum Abschluss folgte nochmals eine Sandpiste und schon bald war Coruche erreicht. Coruche ist besonders für ihre Kork-Produktion und ihren Wein bekannt. Der Ort ist auf alle Fälle schöner als ich erwartet hatte.

Morgen steht nun bereits meine letzte Etappe auf dem Programm. Läuft alles nach Plan werde ich morgen Abend in Lissabon sein.












Montag, 14. Oktober 2019

Stürmischer Empfang in Portugal


Radtour Sevilla-Lissabon
6. Etappe: Badajoz - Sousel = 98 km

In der Nacht hat es geregnet und am Morgen waren die Strassen noch nass. Starten zu meiner 6. Etappe konnte ich aber bei trockenem Wetter. Von Badajoz aus waren es etwa 10 Kilometer bis zur Grenze. Tschüss Spanien - Hallo Portugal. Der Grenzübertritt war unspektakulär. Plötzlich war man einfach in Portugal. Kein Schild nix…

Meine geplante Strecke bog schon bald auf eine Naturstrasse ab. Der Boden wurde immer Tiefer und der Lehm klebe so richtig an meinen Reifen und blieb im Schutzblech hängen. Keine Chance für ein weiterkommen. Nicht mal mehr die Räder drehten…. So ging es zu Fuss zurück. Damit die Räder wieder drehten musste ich sie ausbauen und sämtlichen Lehm, welcher sich am Schutzblech angesammelt hat entfernen…. Nach ca. 30 Minuten ging es dann auf einem kleinen Umweg weiter. Eines war klar. Feldwege wollte ich möglich keine mehr fahren.

Nach ca. 30 Kilometer kam ich in die Ortschaft Elvas. Hier liegen die größten erhaltenen Bollwerk-Befestigungsanlagen der Welt. Die UNESCO nahm diese und den gesamten historischen Ortskern der Stadt Elvas unter dem Titel Grenz- und Garnisonsstadt Elvas mit ihren Befestigungen 2012 in die Liste des Welterbes auf.

Heute war mehr oder weniger der ganze Tag ziemlich heftiger Gegenwind. Und es begann zu allem Übel auch noch zu regnen. Der Regen wurde immer stärker und ich konnte mich in einem Kaffee gerade noch rechtzeitig und nur leicht durchnässt in Rettung bringen. Nach ca. 1 Stunde hörte es wieder auf und ich konnte mit ein paar Tropfen weiterfahren.
Das Wetter blieb wechselhaft, aber ich konnte fast trocken bis zu meinem Zielort Sousel fahren. Hier habe ich eine sehr schöne Unterkunft und auch im einzigen Restaurant gab es was feines zum Nachtessen…. Mit Wind und Regen war es wahrlich ein stürmischer Empfang in Portugal.












Sonntag, 13. Oktober 2019

Flachetappe nach Badajoz


Radtour Sevilla-Lissabon
5. Etappe: Meridia - Badajoz = 75 km

Die heutige Etappe von Merida nach Badajoz war mehrheitlich flach. Die Strecke folgte mehr oder weniger dem Fluss Guadiana. Man merkt sofort, dass Wasser in der Nähe ist. Es ist alles viel grüner und dort wo der Flusslauf ist hat es auch grössere Bäume. Auf der ganzen Strecke konnte ich heute über Landwirtschaftswege fahren. Der Grossteil davon ist geteert. So hatte es heute fast kein Verkehr. In dieser Gegend wird auf den Feldern viel angeplanzt. Neben den Olivenbäumen gibt es auch Getreide und viel Mais. Sogar ein Wasermelonenfeld habe ich gesehen… doch die Ernte scheint vorbei zu sein.

So kam ich heute gut voran und war bereits ziemlich früh an meinem Etappenziel Badajoz. Badajoz hat ca. 150’000 Einwohner und ist fast drei Mal so gross wie Merida. Das Leben spielt sich hier in der Stadt oder natürlich am Fluss Guadiana ab. Gerade der Fluss und seine Umgebung ist ein tolles Naherholungsgebiet für viele Sportarten und ist landschaftlich sehr schön.

Badajoz ist nun meine letzte Übernachtung in Spanien. Die Etappe morgen ist nur noch kurz in Spanien. Anschliessend geht es über die Grenze nach Portugal.















Samstag, 12. Oktober 2019

Merida - eine tolle Stadt


Radtour Sevilla-Lissabon
Ruhetag in Merida

Das Fahrrad blieb heute in der Garage. Heute war mein geplanter Ruhetag in Merida. Es gab sogar einige Tropfen Regen heute Vormittag, doch diese verdunsteten, bevor sie den Boden berührten. Merida ist wirlich eine schöne Stadt. Hat viel zu bieten und zu erkunden. Der Plaza de Espana ist der Treffpunkt der Leute mit seinen Restaurants und Bars. Und am Abend sind alle Häuser schön beleuchtet. Wirklich ein toller Ort.

In keiner anderen spanischen Stadt sind die Spuren der Römerzeit so lebendig wie hier. Die archäologischen Stätten in Mérida gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

In der Stadt Mérida finden wir die bedeutendsten Zeugnisse römischer Kultur in Spanien. Die ehemalige Hauptstadt der römischen Provinz Lusitania war zeitweise eine der wichtigsten Städte im Römischen Reich. Das reiche kulturelle Erbe machen die Stadt zu einem attraktiven Ziel für kulturinteressierte Reisende. So habe ich natürlich diese auch besichtigt. Wirklich sehr eindrücklich.

Auch sonst ist die Stadt sehr schön. Mit dem Fluss Guadiana und den Pärken gibt es auch genügend Orte zur Erholung und für Freizeitaktivitäten. Ein Besuch von Merdia lohnt sich auf alle Fälle.

Merida hat auch eine kleine Velorennbahn. Habe hier kurz einen Besuch abgestattet. War heute aber alles verschlossen und niemand auf der Bahn unterwegs.

Zudem habe ich heute am Ruhetag auch mein Material wieder auf Vordermann gebracht. Morgen kann ich wieder mit einem Navi fahren und so dann spätestens in Portugal wo es mit der Karte schwierig würde wieder meiner geplanten Route folgen… Ich freue mich….