Dienstag, 9. Oktober 2018

Radfahren - Einfach toll!


Heute war ein super Tag. Das Wetter spielte wieder mit und die Sonne schien. Angenehme Temperaturen und heute vor allem eine super Strecke. So macht Radfahren Spass!

Heute morgen bin ich relativ früh in Mora d'Ebre zu meiner Etappe aufgebrochen. Ich wollte ja noch etwas Zeit in Tortosa haben. Zuerst ging es schon flach bis nach Miravet. Hier gönnte ich mir nochmals einen Kaffee. Miravet ist eines der schönsten Dörfer auf meiner ganzen Strecke. Toll gelegen am Ebro und mit einem Castell, das hoch über dem Dorf tront. Fast wie im Bilderbuch.




Von Miravet ging es ziemlich steil den Berg hoch. Auf einem meistens geterrten Strässchen ging es bis nach El Pinell de Brail. Nun ging es erst richtig in die Berge. Meine Strecke führte mich zuerst auf der C43 den Berg hoch. Später bog ich dann links ab und die Strasse wurde immer schmaler, bergiger und abenteuerlicher. Mit einer tollen Aussicht wurde ich für meine Strapazen belohnt. Schlussendlich war ich auf dem Col d'en Torner (ca. 500 Meter). Hier hatte man eine super Aussicht. Es war einmalig.





Die Abfahrt hatte es dann auch in sich. Eine sehr schmale Strasse, sehr steil und viele Kurven brachten die Bremsen zum glühen. Beim Ende der Abfahrt erreichte ich das "Santuari de la Mare de Déu de la Fontcalda". Hier ist eine Termalquelle und das Wasser in der Schlucht ist sehr warm. Es gibt ein Fussbad oder die Leute laufen durch das warme Wasser. Die Schlucht und die Quelle ist wirklich ein Höhepunkt.



Kurz nach dieser Quelle kam ein weiterer Höhepunkt dieser Etappe. Meine Fahrt ging nun auf der Via Verda de la Terra Alta weiter. Hier handelt es sich um einen Radweg auf einem ehemaligen Bahntrasse. Wegen der schwierigen geografischen Verhältnisse führt die Trasse durch 20 Tunnel und über 5 Viadukte. Der Weg ist super schön zu fahren und führt mit ein paar kurzen Unterbrüchen bis Tortosa.



Tortosa war mein heutiges Ziel einer tollen Etappe. In Tortosa war ich vor vielen Jahren bereits einmal. Damals war das Wetter kalt und nass. Heute konnte ich bei besten Bedinungen noch ein wenig die Stadt und die alte Kathedrale besichten. Es war wirlich ein super Tag!

9. Etappe:  Mora d'Ebre - Tortosa  =  69 km



Montag, 8. Oktober 2018

Harte Etappe nach Mora d'Ebre


Das Meer rückt immer näher. Doch bevor es soweit war gilt es noch einige Höhemeter zu absolvieren. Auch auch bei der heutigen Etappe von Caspe nach Mora d'Ebere. Zuerst ging es auf einer grossen N-Strasse ohne Verkehr sanft auf und ab. Auf der linken Seite sah man nochmals den Ebro. Später bog ich dann auf eine kleinere Nebenstrasse ab. Die Natur ist hier wieder grüner und es werden verschiedene Sachen angepflanzt. Die Gegend ist aber nur sehr wenig besiedelt und so kamen auf der heutigen Etappe gerade mal zwei Dörfer.
 


Nach einem ersten Aufstieg folgte eine super schöne Abfahrt nach Fayon und anschliessend zum Fluss Matarrana, welcher ein Nebenfluss des Ebro ist. Hier ging es über eine Brücke, auf welcher die Grenze zwischen Aragonien und Katalonien ist. Das Restaurant beim Campingplatz hatte leider geschlossen (Montag) und so machte ich meine Pause einfach auf einer Parkbank mit Sicht auf den Fluss.



Nun begannen erst so richtig die grossen Aufstiege. Ich war nun im Gebiet "La Terra Alta". Es ist ein Gemeindeverbund von verschiedenen kleinen Gemeinden mit einer Fläche von 742 km2 und 11'700 Einwohnern. Der erste Aufstieg auf der Strasse TV-7231 war super zu fahren. Schöner Belag und nicht allzusteile Steigung. Die Sonne brannte und man kam nochmals so richtig ins Schwitzen. Nach dem ersten Berg bog meine geplante Route auf einen Feld- und Schotterweg ab. Nun ging es ca. 400 Höhemeter runter, welche auf der anderen Seite gleich wieder hochgekämpft werden mussten. Die Schotterstrasse war recht grob und hier wäre es mit einem Mountainbike einfacher gewesen als mit dem Tourenvelo und Gepäck. Später folgten sogar offizielle Wegweiser von einer Biketour. Der Aufstieg wurde zur Tortour. Sehr steil, grober Schotter und fast nicht mehr fahrbar. Im kleinsten Gang konnte man gerade noch so im Schritttempo fahren. Zum Glück wurde die Strasse später wieder etwas besser und flacher. Am Schluss war sogar eine Teerstrasse, welche mich ins Dorf La Fatarella führten. 





Das gröbste war für heute geschafft, geht es doch von nun an nur noch bergab oder flach. Inzwischen haben sich aber sehr schwarze Wolken gebildet und es sah stark nach Regen aus. Die Abfahrt konnte ich gerade noch bei trockener Strasse und ein paar Tropfen bewältigen. Anschliessend regnete es aber ziemlich stark und ich musste doch noch den Regenschutz aus meinem Gepäck holen. So waren die letzten Kilometer bis Mora d'Ebre doch ziemlich feucht.....

8. Etappe:  Caspe - Mora d'Ebre  =  94 km



Sonntag, 7. Oktober 2018

Dem Ebro entlang Richtung Meer


Am Sonntagmorgen war es in Saragossa noch ganz ruhig... So konnte ich ohne Probleme durch die Altstadt fahren. Es folgt ein Radweg und nach 5 Kilometer lag die Stadt bereits wieder hinter mir. Zuerst ging es wieder ein Stück dem Canal Imperal de Aragon entlang. Und heute war auch der Wind mir wieder gut gesinnt. Ich hatte fast die ganze Fahrt Rückenwind und so kam ich mit einem schönen Tempo voran. Heute ging es immer mal wieder dem Ebro entlang. Zuerst auf einer grösseren Strasse. Doch am Sonntag war fast kein Verkehr und so spielte dies keine Rolle.


Das Gebiet nach Saragossa ist nicht so dicht besiedelt und so kommen nur selten Dörfer. Und wenn, dann sind sie meistens recht klein oder fast ausgestorben. Trotzdem gab es bei ca. Kilometer 55 noch einen Kaffee. Man weiss ja nie was einem noch erwarten würde.



Je länger die Fahrt dauerte, desto anderes wurde auch die Landschaft. Langsam hatte es wieder kleine Hügel und der Ebro macht eine Schlaufe nach der anderen. In Sastago überquerte ich den Ebro und anschliessend ging es den Berg hoch. So hatte man eine tolle Aussicht auf das Tal und den Fluss. Nach diesem Berg bog ich rechts auf eine Schotterpiste ab. Ohne Navi hätte man diesen Weg wohl nie gewählt... Supertolle Landschaft aber auf der Schotterstrasse nicht immer ganz einfach zu fahren (aber ich habe ja nun bereits Übung)...




Plötzlich aber wieder eine zweispurige Strasse und so ging es natürlich doch etwas einfacher. Kurz vor Chiprana überquerte ich nochmals den Ebo. Hier ist er sehr bereit und das Ufer sieht aus wie ein Sandstrand. Nicht umsonst seht hier die Tafel "Mar de Aragon". Nun war es nicht mehr weit bis zu meinem Etappenziel Caspe. Caspe hat ca. 9'500 Einwohner und zählt zu einem der trockensten Orte in Aragon. Der dem eher kleinen Ort habe ich hier ein super Hotel.

7. Etappe:  Saragossa - Caspe  =  111 km




Samstag, 6. Oktober 2018

Saragossa und das Festival de Pilar


Heute war mein Ruhetag in Saragossa angesagt. Ich wollte die schöne Stadt erkunden und mal einen Tag ohne Velo und somit zu Fuss unterwegs sein. Saragossa ist mit 680'000 Einwohner eine recht grosse Stadt und entsprechend viele Leute hatte es auch auf den Strassen. Am Vormittag war es noch angenehm, also ich durch die Altstadt schlenderte. Die Altstadt ist sehr schön und vor allem die Basílica de Nuestra Señora del Pilar ist sehr eindrücklich. Zudem hat Saragossa mit dem Ebro auch gleich ein tolles Naherholungsgebiet und man kann in aller Ruhe dem Fluss entlang spazieren.



Am Nachmittag hatte es dann immer mehr Leute in der Stadt und es gab zum Teil fast kein Durchkommen mehr. Das Festival de Pilar ist heute gestartet und dauert fast eine Woche. Daher war es auch recht schwierig in Saragossa überhaupt ein Hotel zu finden. Immer im Oktober feiert Saragossa (die Hauptstadt von Aragonien) das Festival de Pilar. Es handelts ich um die bedeutendste Fiesta in der Stadt.

Mehr zum Festival de Pilar:
https://www.spain.info/de/que-quieres/agenda/fiestas/zaragoza/fiestas_del_pilar.html

So ging mein Tag in Saragossa schnell zu Ende. Eine tolle Stadt, wo man sicher auch noch ein paar Tage länger verbleiben könnte.





Freitag, 5. Oktober 2018

Entlang dem Canal Imperial de Aragon


Mit Banderas Reales gehört nun ein Höhepunkt meiner Radtour "Ebro" der Vergangenheit an. Nun bin ich bereits in Saragossa und habe rund 500 km zurückgelegt. Doch bevor ich die grösste Stadt auf meiner Reise (rund 680'000 Einwohner) musste ich noch eine anstrengende Etappe zurücklegen.

Heute war es zwar fast nur flach, doch der Wind blies heute von vorne. Zudem waren etwas 80 % der Strecke auf einer Schotterpiste. Kurz nachdem ich Tudela hinter mir gelassen habe bog ich ab zum Canal Imperial de Aragon. Meistens fuhr ich auf der linken Seite und es ging fast immer dem Wasser entlang. Der Canal Imperial de Aragon ist ca. 100 km lang. Er nimmt das Wasser vom Ebro und ist für die Bewässerung der Felder in der Provinz Navarra und Aragonien verantwortlich.

So ging es auf dieser Schotterpiste (war gut fahrbar) immer in Richtung Saragossa. Somit war fast der Ganze tag wieder verkehrsfrei und so macht Radfahren einfach Spass. Kurz vor Saragossa ging es wieder auf einen Veloweg. Zwar etwas viele Kreuzungen und Ampeln, doch konnte ich so ohne auf der Strasse zu fahren bis ins Stadtzentrum rein. Morgen ist nun mein verdienter Ruhetag hier in Saragossa.

6. Etappe:  Tudela - Saragossa  =  99 km