Montag, 5. Oktober 2015

Viele Höhenmeter bis Pag


Kroatien-Tour: 3. Etappe: Rab-Pag (66 km)

In der Nacht hat es wieder geregnet, doch am Morgen waren die Strassen bald trocken. Nach dem Frühstück ging es noch auf einen kleinen Stadtrundgang in Rab. Und auch das Cappucino durfte vor dem Start  nicht fehlen.

Der erste Teil unserer heutigen Etappe führte uns über die Insel Rab. Ziel war Misnjak, wo wir um 12.00 Uhr die Fähre ans Festland nehmen wollten. Pünktlich fuhr unser Schiff ab und schon nach 20 Minuten waren wir auf dem Festland. Nun folgte ein langer Aufstieg mit etlichen Höhenmeter, bis wir die Küstenstrasse erreichten. Die Küste ist sehr bergig und es führt einzig diese Strasse Richtung Süden. Das Verkehrsaufkommen war sehr klein und so kamen wir mit einer tollen Aussicht gut voran.


Damit wir auf die Insel Pag gelangen konnten, mussten wir erneut eine Fähre nehmen. Diese haben wir knapp um 10 Minuten verpasst. So blieb uns nichts anderes übrig als 1 1/2 Stunden auf das nächste Schiff zu warten. Auch diese Überfahrt dauerte nicht sehr lange. Auf der Insel Pag erwartete uns die reinste Felswüste. Die Seite gegen das Festland besteht fast nur aus Felsen. Gemäss unserem Reiseführer hat Pag mehr Schafe als Einwohner. Und es dauerte nicht lange bis wir die ersten Tiere zu Gesicht bekamen. Nach einem erneut langen Aufstieg folgte eine lange Abfahrt, bevor aus quer über die Insel Richtung Süden ging. Immer wieder ging es auf und ab und die Fahrt nach Pag zog sich gewaltig in die Länge. Doch noch einem letzten Aufstieg hatte man einen tollen Blick auf die Stadt Pag. Noch folge eine rasante Abfahrt und wir hatten unser Tagesziel erreicht. Heute war es doch eine ziemlich harte Etappe mit etlichen Höhenmeter. Mit den Fähren verliert man immer viel Zeit. Bisher haben wir in den drei Etappen über 2'000 Höhenmeter absolviert.

Auch mit dem Wetter hatten wir heute mal wieder Glück. Es blieb trocken und wir konnten am Abend sogar draussen Nachtessen. Was will man mehr....




Sonntag, 4. Oktober 2015

Langer Tag - kurze Etappe


Kroatien-Tour: 2. Etappe: Krk - Rab (28 km)

Die heutige Etappe war nur 28 km weit mit dem Velo. Trotzdem haben wir erst um 17.20 Uhr unser Hotel in Rab erreicht. Nein... wir hatten keine Panne unterwegs. Auch das Wetter war gut. Zwar schien die Sonne heute fast nicht. Der Himmel mit Wolken bedeckt, doch es blieb den ganzen Tag trocken. Der Regen folgte erst am Abend.

Nach unserem ausgiebigen Frühstück machen wir uns kurz nach zehn auf in die Altstadt von Krk. Hier tranken wir am Hafen nochmals ein Cappucino und genossen die Zeit. Stress hatten wir heute keinen. 13 km standen auf dem Programm bis Valbiska. Hier fuhr um 14.45 unsere Fähre nach Lopar (Insel Rab). Da bereits der Winterfahrplan gültig war, fuhr vorher leider keine Fähre. So assen wir in Valbiska gemüthlich was zu Mittag und warteten auf unser Schiff.


Die Fahrt von der Insel Krk zur Insel Rab dauerte 80 Minuten. Nach der Ankunft machten wir uns gleich auf Richtung Rab. Nach einer kurzen Steigung fuhren wir auf einer sehr guten Strasse über die sehr schöne Insel Rab. Meine Route führte uns kurz vor Rab auf eine steile Nebenstrasse. Nach ca. 400 Metern hatten wir die Höhe erreicht. Die Belohnung war ein toller Ausblick auf die Stadt Rab und das Meer. Nun waren es nur noch ein paar wenige Kilometer und schon hatten wir unser Hotel in der Altstadt erreicht.


Der Höhepunkt fand aber am Abend statt. Wir hatten mit zwei Leuten aus Münsingen abgemacht, welche seit drei Wochen mit dem Camper unterwegs waren. Wir genossen gemeinsam ein feines Abendessen und hatten uns viel zu erzählen. Wie klein die Welt doch ist. Ein langer Tag ging nach einer kurzen Veloetappe zu Ende..... Heute Abend regnet es.. hoffen wir auf gutes und vor allem trockenes Wetter morgen.



Samstag, 3. Oktober 2015

Aller Anfang ist schwer...


Kroatien-Tour: 1. Etappe: Rijeka (Flughafen) - Krk (43 km)

Endlich ging es los. Unsere Kroatien-Tour von Rijeka nach Dubrovnik startete heute Samstag. Bereits um 06.05 Uhr ging unser Flieger von Bern-Belp Richtung Kroatien. Gerade mal 8 Personen waren auf diesem Skyworks-Flug nach Rijeka! Nach einem kurzen Flug die nächste Überraschung. Am Flughafen Rijeka regnete es wie aus Kübeln. So haben wir den Start zu unserer Velotour natürlich nicht vorgestellt.

Als erstes packten wir unsere Fahrräder aus und stellten alles wieder ein. Die Reifen wurden aufgepumpt und unsere Bikes wären für die Reise bereit. Es regnete noch immer...
So ging es im kleinen Provinzflughafen zuerst mal ins Kaffee. Wir stärkten uns für die kommende Fahrt nach Krk mit einem Sandwich. Mit dem Smartphone wurde der Wetterbericht angeschaut und wir hofften auf baldige Besserung. Doch es dauerte noch fast zwei Stunden bis der Regen endlich nachliess.

Warten auf besseres Wetter am Flughafen.

Nun machten wir uns doch noch auf den Weg zu unserer ersten Etappe. Die Strassen waren noch immer nass, aber von oben blieben wir trocken. Und schon bald kam die Sonne hinter den Wolken hervor und auch die Temperaturen wurden sehr angenehm. Auf erstaunlich guten Strassen mit wenig Verkehr rollten wir Richtung Süden. Immer wieder gab es ein paar giftige, aber kurze Steigungen zu bewältigen. Das Wetter hat sich nun endgültig zum guten gewendet und in Vrbnik machten wir in einem schönen Restaurant oberhalb der Küste eine kurze Pause. Nun war es nicht mehr weit bis zu unserem ersten Etappenziel Krk. Es folgte noch eine rasante Abfahrt und bereits haben wir die Küstenstadt erreicht.


Nach dem Einchecken in unser Hotel und einer verdienten Dusche ging es in die Stadt Krk. Krk ist bekannt für seine schönen Stadtmauern. So genossen wir den Rest von Nachmittag und freuen uns bereits auf die nächsten Etappen. Der Start zu unserer Tour war zwar etwas harzig, davor war restliche Tag umso schöner...




Freitag, 2. Oktober 2015

Alpentraum - ein später Saisonhöhepunkt


Nun ist es bereits wieder drei Wochen her. Wir haben lange davon gesprochen, viel trainiert und geschwitzt und dann war es endlich soweit. Am 12.September standen wir an der Startline zum Endura Alpentraum in Sonthofen (Deutschland). Drei RSC’ler (Matthias Thuner, Kerim Barhoumi und ich) waren am Start und wurden von Dominic Hänni betreut.

Die Anreise nach Sonthofen erfolgte bereits am Freitag. Hier das normale Prozedere. Startnummern abholen, ein wenig die anderen Rennfahrer begutachten und sich auf den morgigen Tag einstimmen. Doch ganz normal war dieser Freitag doch nicht. Es gab für alle Teilnehmer ein obligatorischen Infoanlass. Hier wurde die Strecke erläutert, die Gefahren mitgeteilt und das Reglement noch in Erinnerung gerufen. Rund 500 Fahrer wollten sich auf die lange Strecke des 3. Endura Alpentraums über 252 km und 6’000 Höhenmeter wagen…


Samstagmorgen, 06.25 Uhr  -  Wir stehen im Dunkeln in Sonthofen am Start. Jeder Fahrer hat sein Licht montiert. Doch die Dämmerung des morgen ist bereits ersichtich. Wir haben zusammen abgemacht, dass jeder sein eigenes Rennen fährt. Also nicht gross auf die anderen RSC’ler Rücksicht nimmt. In einem waren wir uns einig. Wir wollten nicht zu schnell starten, ging es doch ziemlich weit…

Nun waren wir also unterwegs. Nach wenigen Kilometern folgte bereits der erste Pass des Tages. Es galt das Oberjoch zu überqueren. Und schon waren wir nun in Oesterreich. Bei kühlen Temperaturen, aber zum Glück wirklich super Wetter düsten wir durchs Tannheimertal und über den Gaichtpass ins Lechtal hinunter. Die Strecke ist uns bestens bekannt, waren wir doch genau auf der gleichen Route vor zwei Jahren auf der Mehrtagestour.


Kerim und ich fuhren zusammen  -  Mätthu ein paar Minuten dahinter. Nun folgte der erste schwierige Aufstieg zum Hahntennjoch. Die Steigung ist bis zu 15 % steil. Es lief uns recht gut und wir konnte in einem guten, aber nicht zu schnellen Tempo unsere Fahrt fortzsetzen. In Imst beim Verpflegungsposten wartete zum ersten Mal Dominic auf uns. Ein kurzes Hallo und Tschüss und schon ware wir weiter. Gerade als Kerim und ich abgefahren waren kam auch Mätthu um die Ecke. Nun folgte ein relativ flaches Stück bis nach Landeck. Aber dort folgte für mich persönlich die schlimmste Steigung. Es ging auf die Pillerhöhe (Killerhöhe). Ich bin bereits zwei Mal diesen Berg gefahren und habe jedesmal gelitten. Nun ging es sogar die steilste Seite hoch. Bis 18 % mussten bewältigt werden. Doch auch hier lief es recht gut und wir schafften die Passhöhe ohne Probleme.
Am Ende der langen Abfahrt passierte dann das Unglück. Kerim hatte einen Platten am Vorderrad und musste reparieren. Ich verabschiedete mich von ihm (Mätthu folgt ja auch noch) und machte mich alleine auf den Weg Richtung Norbertshöhe und Nauders. Die Strecke war nun zwar nur coupiert, doch der starke Gegenwind machte mir arg zu schaffen. In Nauders fühlte ich mich aber noch immer recht gut. Am Reschensee folgte dann unser Zusammenschluss. Zuerst schloss Mätthu zu mir auf und wenig später war auch Kerim wieder bei uns. So fuhren wir nun in einer Gruppe zu dritt weiter. Bei ca Kilometer 200, kurz vor dem Aufstieg zum Umbrail- und Stilfserjoch wartete Dominic ein zweites Mal auf uns. Hier nahmen wir unseren Kleiderbeutel in Emfang, um die kalte Abfahrt vom Stilfserjoch zu meistern.



Mätthu machte einen fitten Eindruck und war schon bald unterwegs in letzten 2’500 Höhenmeter. Kerim und ich nahmen es etwas gemüthlicher und wir fuhren nicht mehr all zu schnell den Umbrailpass hoch. Mir persönlich fehlte langsam aber sicher die Kraft, um die nötigen Umdrehungen noch zu fahren. Bis KM 200 lief es ausgezeichnet… nun aber wurde es immer härter und härter. Ich musste auch Kerim ziehen lassen. So kämpfte sich jeder von uns selber über die letzten beiden grossen Pässe.

Auf dem Stilfserjoch lag am Strassenrand noch etwas Schnee. Die Temperaturen waren mit 4-5 Grad recht kalt. Aber zum grossen Glück war es trocken. Ich hätte mir nicht vorstellen können wie man diese Strecke bei Regen fahren sollte….

Auf dem Stilfserjoch zogen wir unseren warmen Kleider an und stürzten uns in die lange Abfahrt, mit vielen Kurven und sehr schlechter Strasse. Mätthu bekamen wir nicht mehr zu Gesicht. Auch er musste leiden. Hatte seine Kräfte aber gut eingeteilt. Den 9 km langen Schlussaufstieg meisterte er auch noch eine grössere Probleme und kam nach 11 Stunden 59 Minuten und 40 Sekunden (206. Rang) ins Ziel in Sulden (Italien). Tolle Leistung! Bravo Mätthu.


Etwas länger unterwegs waren Kerim und ich. Ich ging als Dritter von uns über den letzten Pass. In der Abfahrt traf ich dann wieder auf Kerim. Was war geschehen? Zum zweiten Mal an diesem Tag hatte er einen Platten und musste erneut sein Vorderrad reparieren. Nun fuhr ich natürlich nicht mehr vorbei. Ich wartete auf Kerim und so nahmen wir die letzten doch ziemlich anstrengenden Kilometer unter die Räder.

Auch wir erreichten das Ziel. Kerim (252. Rang) und ich (253. Rang) erreichten Sulden nach 12 Stunden und 30 Minuten.
Im Ziel konnten wir unsere Medaille in Empfang nehmen. Die Erleichterung war gross! Wir haben es geschafft und sind Finisher des Endura Alpentraum. 252 km und 6’000 Höhenmeter sind ja kein Pappenstiel…

Dominic fuhr uns ins nahe gelegene Hotel und nach einer Dusche genossen wir zu Viert ein feines Nachtessen. Nach einer erholsamen Nacht machten wir uns am nächsten Tag wieder zurück in die Schweiz.

Der Alpentraum ist wohl einer der härteren Alpenmarathons. Über 6’000 Höhenmeter gehen ziemlich in die Beine. Aber wir haben es alle Drei geschafft. Jeder mit etwas anderen Vorzeichen. Jeder mit etwas anderen Problemen. Auf alle Fälle war es ein tolles Erlebnis und die Erinnerungen bleiben sicher noch lange bestehen.

Besten Dank Dominic für deine Unterstützung als unser Betreuer!
Mit dem Alpentraum ging unsere Saison mit dem Höhepunkt zu Ende. Das Jahr war lang, haben wir uns doch bereits am 26. März für diesen Event angemeldet!

Weitere Informationen:  http://www.alpen-traum.com

Weitere Bilder in meiner Fotogallerie




Donnerstag, 1. Oktober 2015

Training Saison 2015 beendet


Mit dem heutigen Strassentrainings haben wir die Wochentagstraining der Saison 2015 beendet. Unser letztes Training führte uns bei kühlem, aber schönem Wetter auf die Mänziwillegg.

Nun folgt eine Trainingspause, bevor wir Ende Oktober mit dem Wintertraining beginnen.