Sonntag, 18. Oktober 2026

Küste, Wüste und Natur


Vuelta Granada - Almeria
#10 Almeria - Carboneras = 71 km

Der Wetterbericht für heute war sehr schlecht. So erfreute ich mich beim Start sogar über etwas Sonne. Auf der Promenade von Almeria waren bereits viele Spaziergänger und Jogger unterwegs. Auf einem Radweg ging es Richtung Norden. Der erste Teil war flach und so kam ich gut voran. Dann folgte ein Stück mit Naturstrasse und später dann Sand… Da war eine Weiterfahrt nicht möglich und ich ging zurück auf die normale Strasse.

Nun folgten wieder Gemüsefelder an Gemüsefeld. Aber nicht mehr ganz so dicht wie südlich von Almeria. Die Wolken wurden immer dunkler und in der Ferne hörte man bereits die ersten Donnergeräusche. Beim letzen Anstieg des Tages ware es dann soweit. Es begann zu regnen. Also habe ich es heute nicht trocken ins Ziel geschafft. Zum Glück waren aber nur noch 8 Kilometer zu fahren. So kam ich schlussendlich doch etwas nass an meinem Zielort in Carboneras an. Später gegen Abend hörte es dann wieder auf mit Regnen und ich hatte noch die Gelegenheit diesen Ort etwas zu erkunden.

Carboneras liegt an der Mittelmeerküste der Provinz Almería in Andalusien und ist bekannt für seine schönen Strände, das trockene, fast wüstenartige Landschaftsbild und seine Nähe zum Naturpark Cabo de Gata-Níjar. Ein wichtiges historisches Wahrzeichen ist das Castillo de San Andrés, eine Festung aus dem 16. Jahrhundert, die zum Schutz vor Piratenangriffen errichtet wurde. Früher lebte der Ort vor allem von Fischerei und Landwirtschaft; heute spielen neben dem Hafen und der Industrie auch der Tourismus und die berühmte Playa de los Muertos eine wichtige Rolle.














Samstag, 17. Oktober 2026

Noch vor dem Gewitter in Almeria


Vuelta Granada - Almeria
#09 El Ejido - Almeria = 41 km

Heute war eine kurze Etappe… Zum Glück. Den der Wetterbericht kündigte für den Nachmittag Gewitter und Starkregen an. So ging es nach einem Kaffee los. Im ersten Teil ging es wiederum auf einem Radweg quer durch die Gemüsefelder. Überall Plastigewächshäuser - es sah fast ein wenig aus wie wenn man durch die Slums fahren würde.

Im zweiten Teil folgte dann nochmals ein kurzer Abschnitt einer tollen Küstenstrasse. Die Tunnels konnten immer auf einer kleinen Strasse umfahren werden und der Blick aufs Meer war fantastisch. Kurz nach dem ich in Almeria angekommen bin begann es zu Regnen. Ich hatte also nochmals Glück.

Unterwegs traf ich noch einen jüngeren Engländer, welcher mit seinem alten Cannondale-Rennrad und zwei Taschen bis nach Casablanca fahren wollte. Er hatte wohl nicht soviel Glück und ist fast sicher nass geworden.

Zudem bekam ich von den Behörden zwei Alert-Warnungen wegen Starkregen. Almeria selber wurde verschont. Aber gerade das Gebiet wo ich vor ein paar Stunden noch durchgefahen bin wurde arg getroffen. Hoffen wir das es morgen wieder trocken ist. Der Wetterbericht sieht noch nicht so gut aus.

Almería ist eine Hafenstadt im Südosten Spaniens an der Mittelmeerküste und bekannt für ihr sonniges, trockenes Klima sowie ihre lange Geschichte, die stark von den Mauren geprägt wurde. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Alcazaba, eine imposante maurische Festungsanlage, von der aus man einen schönen Blick über die Stadt und den Hafen hat. Sehenswert sind außerdem die historische Altstadt mit ihrer wehrhaften Kathedrale, die lebhaften Tapas-Bars und die Strände der Umgebung.











Freitag, 16. Oktober 2026

Meer, Berge und ein richtiger Gemüsegarten


Vuelta Granada - Almeria
#08 Motril - El Ejido = 80 km

Heute wurde es nochmals richtig warm und ich kam gehörig ins schwitzen. Nun bin ich an der Küste. Heute ging es in einem Auf und Ab Richtung Norden. Zuerst auf einer tollen Küstenstrasse (zwar eine grosse Strasse, aber fast kein Verkehr). Dumm nur wenn die Strasse infolge einer Baustelle gesperrt ist. Dank Google-Maps fand ich einen Feldweg, der etwas oberhalb, dafür relativ Steil durch die Berge führte. So war mein Umweg doch nicht so gross.

Im zweien Teil kam ich dann langsam ins Gebiet wo Gemüse und Früchte angebaut werden. Die ganze Gegend ist von Plastik übersäht (alles Treibhäuser). Sieht von weitem fast wie Schnee aus. So erreichte ich nach 80 km und fast 1’000 Höhenmeter meinen Zielort El Ejido. Dieser ist wiederum grösser als erwartet, aber doch ziemlich speziell. Hier hat es sehr viele schwarze Leute, Wohl alles Arbeiter in der Landwirtschaft.

Heute bin ich einen in landwirtschaftlich interessantesten Küstenstrecken Südspaniens entlanggefahren. Zwischen Motril und El Ejido verändert sich die Landschaft deutlich: von tropisch anmutenden Obstplantagen an der Costa Tropical bis zu den gewaltigen weißen Gewächshausflächen der Provinz Almería.

El Ejido liegt in der Provinz Almería in Andalusien, unweit der Mittelmeerküste. Die Stadt ist vor allem für ihre riesigen Gewächshausflächen bekannt: Paprika, Tomaten, Gurken und Zucchini werden hier in großem Umfang für ganz Europa produziert. Dadurch hat sich El Ejido von einer eher landwirtschaftlich geprägten Gegend zu einem wichtigen Zentrum der intensiven Landwirtschaft und des Gemüseexports entwickelt.

Die vielen Schwarzen Menschen hängen mit der internationalen Arbeitsmigration zusammen: Für die Landwirtschaft werden zahlreiche Arbeitskräfte aus dem Ausland beschäftigt, unter anderem aus afrikanischen Ländern. Laut den andalusischen Statistikdaten lebten 2025 rund 90.600 Menschen in der Gemeinde; etwa 29.100 hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit, davon stammten rund 63 % aus Marokko.














Donnerstag, 15. Oktober 2026

Über die Berge Richtung Küste


Vuelta Granada - Almeria
#07 Granada - Motril = 66 km

Nach dem Frühstück (natürlich Churros) ging es bei herrlichem Wetter in Granada los. Bald war die schöne Stadt hinter mir und die Berge kamen immer näher. Es ging heute nicht in die Sierre Nevada, sondern über ein paar Berge Richung Küste. Meine Route führte heute über normale Strassen, welche aber sehr wenig Verkehr hatten. Sechs Steigungen waren zu absolvieren. Es war also ein auf und ab. Es ging aber mehr runter als rauf.

Auf dem letzten Berg sah man das erste Mal die das Meer und die Küste. Ein toller Ausblick. Noch eine schöne Abfahrt und bereits habe ich meinen Zielort Motril erreicht. Motril liegt selber noch nicht ganz am Meer. Das folgt dann auf der nächste Etappe.

Motril ist eine Küstenstadt mit rund 60.000 Einwohnern an der Costa Tropical in der Provinz Granada, direkt am Mittelmeer. Die Stadt ist bekannt für ihr mildes Klima, ihre Strände und den Anbau subtropischer Früchte wie Mangos, Avocados und Cherimoyas. Historisch spielte die Zuckerrohrindustrie eine wichtige Rolle. Heute prägen der Hafen, die Landwirtschaft und der Tourismus das Stadtbild.













Mittwoch, 14. Oktober 2026

Besuch der Alhambra


Vuelta Granada - Almeria
Ruhetag in Granada

Nach sechs Etappen gönnte ich mir heute einen Ruhetag in Granada. Wie ein richtiger Tourist war ich heute unterwegs und gönnte mir eine Führung bei der Alhambra. Tausende von Touristen hatten wohl heute das gleiche Programm und es wimmelte nur so von Leuten.

Die Alhambra ist eine prachtvolle Palast- und Festungsanlage aus der maurischen Zeit des 13. und 14. Jahrhunderts. Sie beeindruckt durch ihre kunstvollen arabischen Verzierungen, idyllischen Gärten und wunderschönen Innenhöfe. Als UNESCO-Weltkulturerbe ist sie eines der bedeutendsten Zeugnisse der islamischen Architektur in Europa.

Am Nachmittag machte ich dann noch eine Stadtwanderung durch Granada und sah die Alhambra noch von der anderen Seite. Granda ist wirklich eine tolle und sehr lebhafte Stadt. Es ist schon fast schade diese Stadt morgen wieder zu verlassen.

Granada ist eine historische Stadt im Süden Spaniens, in der Region Andalusien, am Fuße der Sierra Nevada. Sie ist besonders bekannt für die weltberühmte Alhambra, ihre maurische Architektur und die Mischung aus arabischer und spanischer Kultur. Die Stadt begeistert mit engen Gassen, historischen Vierteln wie dem Albaicín und einer lebendigen Tapas-Kultur. Granada verbindet Geschichte, Kultur und andalusisches Lebensgefühl auf einzigartige Weise.

Und zum Abschluss des Tages hatte ich noch eine wunderbare Begegnung. Jemand wo ich letztes Jahr auf meiner Radreise in Bari kennengelernt habe hat mein Status gesehen und mich angeschrieben. So verbrachten wir bei einem gemeinsamen Nachtessen einen tollen Abschluss hier in Granada. Wie klein die Welt doch ist….